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Im Herbstjournal: Vom Ei zum Küken

Vom Ei zum Küken – was passiert eigentlich genau? Das haben sich die Erzieherinnen, Erzieher und Kinder unserer Kinder- und Jugendwohngruppe Adlerhorst der Bergvilla gefragt. So entstand die Idee für das Projekt „Küken-Aufzucht“.

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Gut beschützt die Natur entdecken ...

Zu dem Haus der Wohngruppe in Bölkendorf gehören in einem weitläufigen Garten natürlich auch Hühner. Jedes Jahr beleben neue Tiere unseren Hof – aber noch nie hatten wir selbst für tierischen Nachwuchs gesorgt. Das wollten wir ändern.

Viel Wärme braucht es
Schnell wussten wir: Ohne Technik würden wir nicht auskommen. Die Eier würden viel Wärme brauchen. Also wurde eigens ein Brutautomat gekauft. So konnten wir die Eier fachgerecht versorgen. Das Gerät war aber auch bestens geeignet, um jede Veränderung an den Eiern genau zu beobachten.

Ei ist nicht gleich Ei
Eine Glucke braucht viele Tage, bis sie ihr Brutgelege aus mehreren Eiern gesammelt hat. Erst dann setzt sie sich zum Brüten auf ihr Nest. Wir haben das natürlich ganz ähnlich gemacht und erst einmal Eier gesammelt. Bei der Auswahl durften wir keine Fehler machen. Mit einer Lampe prüften wir die ausgewählten Eier sorgsam auf sichtbare Schäden oder Verunreinigungen. Nicht jedes Ei konnten wir verwenden, die ausgewählten aber legten die Kinder behutsam in den Brutkasten. Und dann hieß es abwarten und fleißig beobachten:

Was im Ei-Inneren passiert:

Tag 4         Das Herz beginnt zu schlagen. Weitere Organe werden gebildet.
Tag 5         Die Augen werden sichtbar. Das Geschlecht prägt sich aus.
Tag 10       Ein kleiner Vogel ist zu erkennen.
Tag 12       Das Küken kann Geräusche wahrnehmen 
Tag 15       Das Küken ist vollständig zu erkennen. Es füllt das Ei ganz aus.
Tag 17       Der Schnabel durchstößt die Eimembran.
Tag 19/20  Ein leises Piepen im Ei ist wahrzunehmen.
Tag 21       Pünktlich schiebt sich das Küken langsam aus dem Ei.  

Das große Schlüpfen
Wir haben gelesen, es könnte lange dauern, wenn sich ein Küken aus seinem Ei befreit. Leider hatte sich unser erstes Küken ausgerechnet die Abendstunden ausgesucht, um sich ins Freie zu wagen. Lange warteten und beobachteten wir gemeinsam mit den Kinder, aber so richtig wollte nichts passieren. Um so größer war die Freude am nächsten Morgen: Endlich hatte unser erstes „selbst aufgezogenes“ Küken das Licht der Welt erblickt! Im Laufe des Tages folgten ein zweites und drittes Küken ….

Erst einmal das neue Leben genießen
Die kleinen flauschigen Wesen konnten sich zunächst aber noch im Brutkasten ausruhen. Erst am nächsten Tag fand der Umzug in ihr „großes“ Gehege statt. Das hatten die Kinder besonders kuschelig hergerichtet und sogar mit einer Rotlichtlampe versehen – so fühlten sich die frisch Geschlüpften richtig wohl. Mittlerweile sind alle drei Küken ordentlich gewachsen und leben in unserem großen Außengehege. Und wir sind beruhigt: Die „erwachsenen“ Hühner haben die drei Neuankömmlinge gut in ihre Hühnertruppe aufgenommen …  

Die Erzieherinnen und Erzieher der Wohngruppe Adlerhorst
Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Bergvilla

[Das aktuelle Journal können Sie am Ende dieser Seite herunterladen.]

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Foto: ASB RV Barnim e.V.